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Chronische Blasentzündung und ihre Gefahren

Nahezu jede erwachsene Frau hatte bereits mindestens einmal in ihrem Leben eine Blasenentzündung, diese zählt zu den Harnwegsinfekten und ist in der Regel ungefährlich und einfach zu behandeln. Nicht so jedoch die chronische Blasenentzündung. Diese immer wiederkehrende Entzündung ist zwar ebenfalls gut behandelbar, jedoch ist sie meist ein Anzeichen für eine tief gehende Ursache und sollte unbedingt in weiterführenden Untersuchungen abgeklärt werden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was eine chronische Blasenentzündung eigentlich ist und was Sie dagegen tun können.

Wie entstehen ein Harnwegsinfekt und eine chronische Blasenentzündung?

chronische blasenentzündungEin Harnwegsinfekt entsteht durch Bakterien, die in die Harnblase und die Harnröhre eindringen und sich dort ansiedeln. In den meisten Fällen sind Bakterien aus dem Darm, die beispielsweise durch die falsche Putztechnik auf der Toilette in die Harnausscheidungsorgane geraten, für die Entzündung verantwortlich. Aber auch beim ungeschützten Geschlechtsverkehr können die schädlichen Bakterien eindringen.

Der Harnwegsinfekt wird als eine chronische Blasenentzündung angesehen, wenn innerhalb von einem halben Jahr mehr als zwei Infektionen der Harnwege auftreten, wobei in den einzelnen Fällen noch unterschieden werden muss, ob es sich um Rückfälle handelt oder um neue Infektionen. Ein Rückfall kann leicht auftreten, wenn der Patient die Infektionsbehandlung frühzeitig abbricht oder hohem Stress ausgesetzt ist, ebenso kann eine Nebenerkrankung, wie eine Grippe oder Ähnliches zu einem Rückfall führen.

Hinweis: Eine genaue Abklärung von einem Arzt ist dringend zu empfehlen, da es weitere Untersuchungen geben muss, falls es sich um eine chronische Blasenentzündung handelt.

Die Symptome einer chronischen Blasenentzündung erkennen

Oftmals ist es schwer für die Betroffenen die Symptome einer chronischen Blasenentzündung zu erkennen, denn diese unterscheiden sich kaum von den Symptomen einer akuten Infektion der Harnwege. Folgende Symptome können auf eine chronische Blasenentzündung hindeuten:
• Schmerzen und Brennen beim Urinieren
• Starker Harndrang, obwohl die Blase kaum gefüllt ist
• Das Urinieren ist nur tröpfchenweise möglich
• Krampfhafte Schmerzen im Unterbauch und Intimbereich
• Meist findet sich Blut im Urin

Wieso ist eine chronische Blasenentzündung gefährlich?

blasenentzündung blutObwohl eine chronische Blasenentzündung für die Patienten sehr unangenehm und schmerzhaft ist, stellt diese an sich kein großes Risiko da, solange sie schnell und gründlich behandelt wird. Bei einer nicht behandelten Infektion besteht aber die Möglichkeit, dass die Bakterien in den Harnleitern bis zu den Nieren wandern und es zu einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) kommt. Eine Nierenbeckenentzündung ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern kann zu einer Blutvergiftung führen. Besonders während einer Schwangerschaft besteht Gefahr, die Entzündung könnte dem ungeborenen Kind schaden. Des Weiteren ist eine chronische Blasenentzündung meist ein Anzeichen für weitere Krankheiten, die diese fördern. Beispielsweise gibt es einige Geschlechtskrankheiten, darunter unter anderem eine Chlamydieninfektion, die die Ursache für die chronische Blasenentzündung sein kann. Deshalb werden meist neben dem Urintest und dem Anlegen von Urinkulturen auch noch weiter Untersuchungen, z. B. einen Ultraschall vor und nach dem Urinieren durchgeführt.

Schutz vor einer chronischen Blasenentzündung

Damit Sie sich effektiv vor einer chronischen Blasenentzündung schützen können, haben wir für Sie einige Tipps zusammengefasst, die als Maßnahmen neben einem Arztbesuch angewandt werden können. Wichtig ist zu beachten, dass diese Tipps keinesfalls den Besuch bei einem Arzt ersetzen und nur unterstützend wirken können.

was tun bei blasenentzündungUnser erster Tipp betrifft Ihren Wasserkonsum, versuchen Sie mehr zu trinken, durch das Erhöhen Ihrer täglichen Trinkmenge können Sie Ihre Blase regelrecht “durchzuspülen“ und schädliche Bakterien können sich schwerer Ansiedeln. Ebenso werden einige Säfte empfohlen, die ebenfalls einen positiven Effekt haben, denn die Bakterien können sich dann schwerer an der Blasenwand festsetzen. Preiselbeer- oder Cranberry-Säfte werden besonders von oft empfohlen und liefern auch zusätzlich noch reichlich Vitamine für den Körper.

Unser nächster Tipp betrifft das Verhalten beim Geschlechtsverkehr. Hierbei können die schädlichen Bakterien besonders leicht in den Intimbereich eindringen, daher ist zu empfehlen nach dem Verkehr zu urinieren, um die Bakterien einfach herauszuspülen.

Tipp: Zudem sollte auf Spermizid-Cremes oder Spermizid-beschichtete Kondome verzichtet werden und besser nach Ersatz-Produkten ohne Spermizid gesucht werden.

Fazit

Um eine gefährliche Nierenbeckenentzündung zu verhindern, ist es unerlässlich bereits bei leichten Anzeichen von Harnwegsinfekten einen Arzt aufzusuchen und die Entzündung auch fachkundig behandeln zu lassen. Zudem sollten Sie auf einen gesunden Lebenswandel achten, verzichten Sie auf Stress, der Ihr Immunsystem anfällig für Bakterien und andere Schädlinge macht und achten Sie auf die ausreichende Menge, die Sie am Tag trinken (2-3 Liter sind optimal) . Hygienemaßnahmen und hin und wieder ein leckerer Preiselbeersaft schließen die Vorsichtsmaßnahmen ab.

 


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